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Religionsunterricht - warum denn eigentlich?

  1. Der Religionsunterricht gibt Raum für die großen Fragen des Lebens. Im Religionsunterricht können Kinder und Jugendliche über die großen Fragen des Lebens nachdenken: Woher kommen wir und wohin gehen wir? Was ist der Sinn des Lebens? Gibt es einen Gott, und wenn ja: Wie kann man mit ihm in Kontakt treten?
  2. Der Religionsunterricht spielt mit offenen Karten. Der Religionsunterricht legt seine weltanschaulichen Grundlagen offen. Er behandelt die Grundfragen des Lebens auf der Grundlage des christlichen Glaubens, in der Prägung der jeweiligen Konfession, die ihn verantwortet. So wissen die Schülerinnen und Schüler und ihre Eltern, woran sie sind. Verdeckte Beeinflussung oder gar Manipulation werden so schon von der Anlage her ausgeschlossen.
  3. Der Religionsunterricht hilft einen eigenen Standpunkt zu entwickeln. Weil der Religionsunterricht mit offenen Karten spielt, bietet er Schülerinnen und Schülern einen klaren Stand-punkt, mit dem sie sich auseinandersetzen können. Kinder und Jugendliche hören im Religionsunterricht die großen Geschichten des Glaubens aus der Bibel. Sie entdecken, welche Antworten auf die Grundfragen des Lebens in ihnen enthalten sind. Sie setzen sich mit ihnen auseinander und können so einen eigenen Standpunkt entwickeln.
  4. Religionsunterricht macht dialogfähig. Nur wer einen eigenen Standpunkt hat, kann mit anderen in Dialog treten. Der Religionsunterricht macht Kinder und Jugendliche dialogfähig. Er hilft ihnen zum einen, einen eigenen Standpunkt zu erarbeiten. Und er schult sie andererseits darin, andere Auffassungen mit Respekt wahrzunehmen und mit Menschen ins Gespräch zu kommen, die anders denken. So leistet er einen unverzichtbaren Beitrag zum friedlichen Zusammenleben in einer multireligiösen Gesellschaft.
  5. Im Religionsunterricht Wird Freiheit konkret. Religionsunterricht ist gelebte Religionsfreiheit. Kein Schüler muss am Religionsunterricht teilnehmen, wenn er das nicht mit seinem Gewissen vereinbaren kann. Durch den konfessionellen Religionsunterricht wird garantiert, dass an der Schule in Glaubensfragen niemand zu etwas gezwungen wird – weder zur Teilnahme am Religionsunterricht noch zum Verzicht darauf.
  6. Religionsunterricht ist gelebter Pluralismus. Der konfessionelle Religionsunterricht und das Ersatzfach Ethik machen an der Schule für jeden sichtbar, dass es in einer pluralen Gesellschaft unterschiedliche Antworten auf die Grundfragen des Lebens gibt.
  7. Der Religionsunterricht fördert verantwortliches Leben. Im Religionsunterricht setzen sich Kinder und Jugendliche mit ethischen Fragen auseinander und üben exemplarisch Grundwerte wie Respekt und Solidarität ein. Dadurch wird das biblische Nächtenliebegebot konkret. So hilft der Religionsunterricht den Schülerinnen und Schülern dabei, sich zu mündigen und verantwortungsvollen Bürgerinnen und Bürgern der Gesellschaft zu entwickeln.
  8. Der Religionsunterricht hilft Kindern und Jugendlichen, sich selbst zu finden. Der Religions-unterricht unterstützt Kinder und Jugendliche bei der Identitätsfindung. Er macht tragfähige Angebote für ein authentisches und selbstbestimmtes Leben. So ermöglicht er Bildung im umfassenden Sinn.
  9. Der Religionsunterricht hält die Erinnerung wach, dass das Leben nicht im Nützlichen aufgeht. Im Religionsunterricht erfahren Kinder und Jugendliche, dass Leben mehr ist als das, was vordergründig nützlich ist. Im Religionsunterricht ist Raum für Zweckfreies, für Feier und Spiel.
  10. Der Religionsunterricht hilft mit Brüchen und Scheitern umzugehen. Der christliche Glaube weiß darum, dass das Leben nicht nur aus Siegen und Erfolgen besteht. Im Religionsunterricht lernen Kinder und Jugendliche mit Scheitern und Niederlagen, mit den Tiefen des Lebens und mit schmerzlichen Erfahrungen umzugehen.

(Mit freundlicher Genehmigung von Herrn Dr. Andreas Obenauer)

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